Das "Travelling Salesman"-Prinzip, das seinen Ursprung in der Logistik hat, wird auch beim Markieren von Leiterplatten immer wichtiger. Es verkürzt nicht nur die Zykluszeiten einer Linie, sondern senkt dadurch natürlich auch die Kosten pro Werkstück.
Generell spielt Zykluszeit in allen Linien eine wesentliche Rolle, hat die Gesamtlinienzeit doch einen starken Einfluss auf die Kosten pro Werkstück. Daher gilt es alle Geräte einer Linie sorgfältig aufeinander abzustimmen. Welche Anlage dabei in den Fokus einer Optimierung fällt, liegt auf der Hand - in der Regel werden die Anlagen mit der höchsten Zykluszeit als erstes herangezogen. Nachdem Traceability eine immer wichtiger Rolle spielt und daher anstelle eines einzelnen Nutzenrand-Codes verstärkt auch eine Kennzeichnung der Einzelleiterplatte erfolgt, geraten auch Markierungssysteme und Leseeinheiten verstärkt in den Fokus der Zykluszeitoptimierung.
Dieser Aufgabe stellt sich die ROMMEL GmbH auf unterschiedliche Weise. Selbstverständlich arbeiten wir kontinuierlich an einer Verbesserung unserer Prozesskomponenten, doch dort führt eine Optimierung in der Regel zu deutlich steigenden Kosten. Aus diesem Grund arbeitet das Software-Team der ROMMEL GmbH kontinuierlich an der Verbesserung der Softwareabläufe. Das Thema Fahrwegoptimierung wird dabei bereits seit Jahren verfolgt. So können bereits seit langem bei der Anlage neuer Programme die Prozesspositionen nach unterschiedlichen Optimierungsstrategien angelegt werden. Zu diesen zählen die Definition der Positionen in Zeilen/Spalten, Meänder-Bahnen und neuerdings auch dem "Traveling Salesman" Verfahren.
Das "Traveling Salesman"-Verfahren hat seinen Ursprung in der Logistik: wie besucht ein Handlungsreisender alle seine Kunden und legt dabei den kürzesten Weg zurück. Analog stellt sich diese Aufgabe beim Anfahren unterschiedlicher Code-Positionen auf einer Leiterplatte. Ein kürzerer Verfahrweg für zu einer kürzeren "Reisezeit" und damit zur Verbesserung der Gesamt-Zykluszeit der Anlage. Wie auch bei Handlungsreisenden ist jedoch nicht alleine die Wegstrecke maßgebend, es müssen auch andere Gegebenheiten mit einbezogen werden. So berücksichtigt unser Verfahren neben den einleuchtenden "Pflichtpositionen" wie Einlauf/Auslauf auch Prozessbezogene Dinge wie Fiducials und Code-Reihenfolgen bei der Rückmeldung der Trace-Daten an das MES unserer Kunden. Die Optimierung der Zykluszeit wird somit von der Anlage selbst durchgeführt ohne dabei negative Auswirkungen auf andere Aspekte des Gesamtprozesses zu haben.